Zweiter Vortrag

GA 128/1911-03-21/p016 ·1911-03-21 · original (original)
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Wir werden nun allerdings einen bedeutungsvollen Unterschied finden zwischen dem, was wir gestern besprochen haben als Eigentümlichkeiten des menschlichen Gehirns, und dem, was wie eine Art inneres Weltensystem auf unser Blut wirkt. Dieser Unterschied liegt einfach darin, daß der Mensch zunächst nichts von dem weiß, was sich innerhalb seines unteren Organismus abspielt; das heißt, er weiß nichts von den Eindrücken, welche die innere Welt — gleichsam die inneren Planeten — auf ihn machen, wogegen es ja gerade charakteristisch ist, daß die äußeren Welten auf sein Bewußtsein ihre Eindrücke machen. In einer gewissen Beziehung dürfen wir also diese innere Welt als die Welt des Unbewußten bezeichnen gegenüber der bewußten Welt, welche wir im Gehirnleben kennengelernt haben.

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