Zweiter Vortrag
Betrachten wir von diesem Gesichtspunkt aus das Zusammenwirken und das Einander-Entgegenwirken von Blut und Nerven. Wenn wir zum Beispiel unser Auge auf die Außenwelt hinwenden, so wirken die äußeren Impressionen — Farben, Lichteindrücke und so weiter — auf die Sehnerven. Solange wir die Augen auf die Außenwelt richten, so lange können wir auch davon sprechen, daß die Eindrücke der Außenwelt auf unsere Sehnerven, also das Werkzeug des Astralleibes, eine Wirkung haben. In dem Augenblick, wo ein Verhältnis eintritt zwischen Nerven und Blut, können wir davon sprechen, daß der parallele Seelenvorgang der ist, daß die mannigfaltigen Vorstellungen des Seelenlebens zu dem Ich in Beziehung treten. Wir müssen also, wenn wir das schematisch zeichnen wollen, uns das Verhältnis von Nerven und Blut so denken, wie wenn das, was durch die Nerven von außen einströmt, in Beziehung tritt zu den Blutläufen, die in die Nähe der Sehnerven kommen.
Cite:
GA 128/1911-03-21/p020 · edition original