Siebenter Vortrag

GA 128/1911-03-27/p011 ·1911-03-27 · original (original)
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So können wir die physischen Korrelate, die sich abspielen bei inneren, seelischen Vorgängen, einigermaßen charakterisieren. Was ich Ihnen jetzt charakterisiert habe, ist natürlich nicht etwas, was sich sehr im groben abspielt, sondern das sind außerordentlich feine, minuziöse Prozesse, Prozesse von einer Feinheit, von welcher man sich allerdings gewöhnlich gar keine Vorstellung machen kann. Aber mit Ausnahme der Erwärmungsprozesse spielen sich diese Prozesse so ab, daß sie in bezug auf alles, was wir an ähnlichen Prozessen in der äußeren physischen Welt kennen, eben eine ungeheure Feinheit darbieten. Alles dieses sind Prozesse, die der Organismus durch seine gesamten Kräfte ausführt, wenn das Ich in Tätigkeit ist, mit Hilfe des Instrumentes des Blutes. Von der Salzablagerung bis zur Quellbarkeit und zur Erwärmung spielen sich diese Prozesse so ab, daß der ganze Organismus ergriffen wird oder auch, zum Beispiel beim denkerischen Prozeß, hauptsächlich ein Teil unseres Organismus, Gehirn und Rückenmarksystem. In der mannigfaltigsten Weise im menschlichen Organismus verteilt sind diese Prozesse, welche Folgen der Einwirkung der seelischen Prozesse sind. Wenn man diese Dinge allmählich als Tatsachen kennenlernt, kommt man dahin, allerdings zugeben zu müssen, daß das, was man Gedanken oder Gefühle oder Willensimpulse nennt, reale Kräfte sind, die reale Wirkungen haben innerhalb des physischen Organismus und sich in realen Wirkungen aussprechen. Wir müssen rein aus der okkulten Beobachtung heraus sprechen von einer realen Wirkung der Seele auf den menschlichen Organismus. Es werden sich diese realen Wirkungen auf den menschlichen Organismus nach und nach in den folgenden Jahrzehnten der Wissenschaft schon enthüllen. Diese feinen Prozesse im Organismus werden den sorgfältigeren und subtileren Untersuchungsmethoden der Wissenschaft schon zugänglich werden; und dann wird jenes Sträuben mehr und mehr von selber aufhören, das heute — nicht aus den Tatsachen, die die Wissenschaft erforscht hat, wohl aber aus gewissen vorurteilsvollen Theorien, die an diese Tatsachen sich anknüpfen - sich erhebt gegen Behauptungen, die aus der okkulten Erkenntnis gemacht werden können.

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