{"corpus":"steiner","locus":"GA 128/1911-03-27/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das Blut muß also verwandt sein mit der physisch-sinnlichen Welt, so wie diese unmittelbar ist. Wir werden nun sehen, daß sich dem Blute etwas eingliedert, wovon wir sagen können: Das ist nun nicht so in unserem Blut, wie wenn es bestimmt würde durch die Prozesse, die aus unserem Wesen, aus den Tiefen unseres Organismus heraufdringen zum Blut, deren Gesetzmäßigkeit also der unsrigen angepaßt ist, sondern es ist so, als ob es durch die Wirkungen äußerer makrokosmischer Gesetzmäßigkeiten und Regsamkeiten unserem Blut eingegliedert würde. Wir müssen in unserem Blut etwas haben, was so ist und so wirkt wie unmittelbare äußere Prozesse, die aber innerlich sich geradeso abspielen wie äußerlich im Makrokosmos, die also ihre Eigengesetzmäßigkeit nicht verlieren. Es müssen also in unser Blut physische, chemische, anorganische Prozesse hineinspielen; die sind notwendig, damit unser Ich Teilnehmer werden kann an der physischen Welt. Wir werden also in dem Blut solche Stoffe zu suchen haben, die so wirken können, daß ihr physischer Charakter, ihre Eigengesetzmäßigkeit beibehalten wird. Das finden wir in der Tat im Blut. In unseren roten Blutkörperchen ist uns etwas gegeben, das deutlich zeigt, daß es eben erst zu leben anfängt und an dem Punkte ist, wo es vom Leben in die Leblosigkeit übergeht. Auf der anderen Seite haben wir dem Blut eingegliedert einen fortwährenden Erwärmungsprozeß, der sich vergleichen läßt mit einem äußeren Verbrennungsprozeß, wo der Oxidationsprozeß wieder neue Lebensmöglichkeiten gibt. Wir haben also dem Blute eingeordnet dasjenige, was den Menschen zu einem physisch-sinnlichen Wesen macht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1911-03-27","location":null,"word_count":244,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-27/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-27/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/128/1911-03-27/p026","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}