{"corpus":"steiner","locus":"GA 128/1911-03-27/p032","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wie wir Erkrankungen einer zu großen Regsamkeit im Blutsystem zuschreiben mußten, so können wir uns auch fragen, wie wir den Organen unserer inneren astralischen Welt, unseres inneren Weltsystems, Milz, Leber, Galle und so weiter, beikommen können, wenn sie in ihrer Tätigkeit in einer zu großen inneren Regsamkeit sind. Da müssen wir uns vor allen Dingen vor die Seele führen, daß diese Organe ja bestimmt sind, heraufzuwirken bis zur Blutzirkulation, daß sie die Nahrungsstoffe so zu übernehmen haben, wie sie vom Verdauungskanal zugeführt werden, und diese hinzuleiten haben in umgewandelter Regsamkeit bis zum Blut, daß sie also die Vermittler zwischen diesen beiden Systemen sind. Wie das Blutsystem sich als Werkzeug erweist der größten inneren Regsamkeit, des bewußten denkerischen Lebens, so wird es auch zu einer Tätigkeit angeregt, die sich als zusammenhängend zeigt mit unserem Gefühlsleben, das wir schon beschrieben haben als Prozeß des inneren Verdichtens, des inneren Quellens. Hier wird das Blut — abgesehen von äußeren Einwirkungen — angeregt von der Tätigkeit der inneren Weltsysteme, die in ihrer charakteristischen Eigenart ihre Wirkungen in das Blut hineinstrahlen können. Wir haben hier auf eine Tätigkeit im Blut hingewiesen, die schon über das Eigenleben des Blutes hinausgehen, deren Ursache aber dem inneren Weltsystem angehört. Wir können nun die Frage aufwerfen: Können nicht auch diese Organe — Leber, Galle, Milz, Nieren, Lunge, Herz — eine zu große Regsamkeit, ein überquellendes Leben und damit eine unregelmäßige Einwirkung auf das Blut entwickeln? Und wenn sie das tun, wie können wir — in ähnlicher Weise wie beim Blut — die zu große Regsamkeit dieser Organe therapeutisch paralysieren? Da müssen wir — da diese Organe in direktem Zusammenhang stehen mit dem kosmischen Astralsystem — solche Stoffe zuführen, die die Regsamkeit des kosmischen Lebens entfalten. So wie wir durch Zuführen von salzhaltigen Stoffen die innere übertriebene Regsamkeit des Blutes verhindern können, so können wir die krankhafte Regsamkeit der inneren Organe abdämpfen und ihr entgegenwirken, indem wir Stoffe zuführen, deren Energie derjenigen der betreffenden Organe entspricht und die geeignet sind, sie wieder in Zusammenklang zu bringen mit der allgemeinen Gesetzmäßigkeit.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1911-03-27","location":null,"word_count":339,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-27/p032","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-27/p032"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/128/1911-03-27/p032","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}