Achter Vortrag

GA 128/1911-03-28/p019 ·1911-03-28 · original (original)
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Nun haben wir uns schon früher klar gemacht, daß alles innere Erleben mit Absonderungsprozessen eng verbunden ist. Deswegen haben wir auch diese Absonderungsprozesse besonders betrachtet. Leber, Galle und Milz haben im Sinne jener Vorgänge in der Gesamtorganisation zunächst nichts unmittelbar mit Absonderungsprozessen zu tun, sie sondern zwar Stoffe ab, aber das hat mit der Ernährung zu tun. Sie vermitteln das aufsteigende Leben, das von den niedersten Lebensformen sich hinwendet zum Organ der Bewußtheit, zum Bewußtsein selbst. Indem aber diesen Organen als ein viertes Organ das Herz sich angliedert und das Herz durch den Blutumlauf sich auch nach außen aufschließt, erlangt der Mensch sein Ich-Bewußtsein. Er würde aber nicht in der Lage sein, dieses Ich als das zu erleben, was der Außenwelt gegenübersteht, wenn er nicht dieses nach außen schauende Ich in Beziehung bringen würde zu dem, was er als dumpfes Bewußtsein seines inneren Leibeslebens schon besitzt. Er muß zu den Absonderungsprozessen des inneren Organismus noch einen anderen hinzufügen, welcher ihm auch ein Erleben seines Inneren vermittelt mit dem Ich, das im Blute sein Werkzeug hat.

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