Achter Vortrag
Dann haben wir Prozesse, welche sich äußerlich abspielen als Verbrennungs- oder Oxydationsprozesse; das sind solche Prozesse, wo sich etwas mit dem Sauerstoff der Luft verbindet. Alle diejenigen Stoffe, die sich leicht mit dem Sauerstoff der Luft verbinden, durchstrahlen, wenn sie in den Organismus aufgenommen werden, mit ihrer Regsamkeit den Organismus am weitesten. Während Salze, wenn wir sie dem Organismus zuführen, nur bis zu einem mäßigen Grade auf den Organismus wirken, kann die Metallität bis in das innere Weltsystem hinein wirken. Und in der Luft, also in den Stoffen, die sich leicht mit dem Sauerstoff der Luft verbinden, haben wir etwas, was, wenn es in den Körper aufgenommen wird, den ganzen Organismus durchstrahlt bis in das Blutsystem hinein. So werden wir es begreiflich finden können, daß wir durch solche Vorgänge, die eine zu starke innere Regsamkeit in der Wärmeentwickelung bilden, die ja der äußere Ausdruck der Willensimpulse ist, in unserem ganzen Organismus uns beeinflußt fühlen. Bei den organischen Rückwirkungen des Denkerischen ist das nicht so; wenn wir auf diese unser Augenmerk richten, fühlen wir, daß diese Wirkungen nur in gewissen Organen sich abspielen. Sie sehen daraus, wie außerordentlich kompliziert der ganze Apparat des menschlichen Organismus ist und wie kompliziert sein Verhältnis zur Außenwelt ist.
Cite:
GA 128/1911-03-28/p031 · edition original