{"corpus":"steiner","locus":"GA 128/1911-03-28/p036","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn Sie sich einmal das anschauen, was wir als äußere Umhüllung, als Begrenzung des Menschen vor uns haben in seiner Haut, und dann weiterhin das, was zu den ihr eingelagerten Sinnesorganen führt, so werden Sie sich sagen können, daß alles das, was da in dieser äußersten Begrenzung des Menschen vorhanden ist, schon umgewandelt sein muß aus einem Anderen. Denn es ist schon ein sehr kompliziertes System, dem auch ein Gehirn angehört; und ein Gehirn ohne langwierige Vorbereitung sich zu denken ist unmöglich. Wir müssen uns also denken, daß die äußere Umhüllung des Menschen ein Umwandlungsprodukt ist, ähnlich wie wir ja das Gehirn als ein umgewandeltes Rückenmark bezeichnet haben und das Ernährungsund Blutsystem als ein Umwandlungsprodukt des Lymphsystems. Während nun das Rückenmark und das Lymphsystem auf früheren Stufen eine aufsteigende Tendenz zeigten, müssen wir von dem heutigen Rückenmark- und Lymphsystem sagen, daß sie in absteigender Entwickelung begriffen sind. Man würde auch zeigen können, daß das Blut in seiner heutigen Konfiguration ein doppeltes Umwandlungsprodukt ist. Dadurch, daß sich das Verdauungs- und Blutsystem nach außen aufschließt, wird es zu einem umgewandelten Lymphsystem. Wäre das Verdauungssystem mit seinen Bewegungen nur nach innen hin entwickelt, wäre es ganz nach innen abgeschlossen, hätten wir in ihm eine ähnliche Tätigkeit wie in der heutigen Lymphtätigkeit. Bei ihr wird nur dasjenige aufgenommen, was über die Gewebe zugeführt wird.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1911-03-28","location":null,"word_count":220,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-28/p036","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/128/1911-03-28/p036"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/128/1911-03-28/p036","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}