Schlaf und Tod

GA 13/l03/p031 · original (original)
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[^3]: Dass die persönlichen Gaben des Menschen, wenn sie dem Gesetz der bloßen «Vererbung» unterlägen, sich nicht am Ende, sondern am Anfange einer Blutsgemeinschaft zeigen müssten, könnte als Ausspruch natürlich leicht missverstanden werden. Man könnte sagen, ja, sie können sich da doch nicht zeigen, denn sie müssen sich ja eben erst entwickeln. Aber dies ist kein Einwand; denn wenn man beweisen will, dass etwas von einem vorhergehenden vererbt ist, so muss man zeigen, wie sich an dem Nachkommen das wiederfindet, was vorher schon da war. Zeigte sich nun, dass etwas am Anfange einer Blutsgenossenschaft da wäre, was im weiteren Verlaufe wiedergefunden würde, so könnte man von Vererbung sprechen. Man kann es aber nicht, wenn am Ende etwas auftritt, was vorher nicht da war. Die Umkehrung des Satzes oben sollte nur zeigen, dass der Vererbungsgedanke ein unmöglicher ist.

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