Die Weltentwicklung und der Mensch

GA 13/l04/p026 · original (original)

Überblickt man das Vorhergehende, so wird ersichtlich, dass, von dem zuerst geschilderten Mittelzustande der Saturnentwicklung angefangen, die Stufen dieser Entwicklung charakterisiert werden konnten durch Vergleiche ihrer Wirkungen mit Sinnesempfindungen der Gegenwart. Es konnte gesagt werden: die Saturnentwicklung offenbart sich als Wärme, dann tritt ein Lichtspiel hinzu, dann ein Geschmack und Tonspiel; endlich tritt etwas auf, was sich nach dem Innern des Saturn mit Geruchsempfindungen, nach außen wie maschinenartig wirkendes Menschen-Ich kundgibt. Wie verhält es sich mit den Offenbarungen der Saturnentwicklung für das, was vor dem Wärmezustand liegt? Das ist nun gar nicht mit etwas zu vergleichen, was einer äußeren Sinnesempfindung zugänglich ist. Dem Wärmezustand geht ein solcher voran, welchen der Mensch gegenwärtig nur in seinem Innenwesen erlebt. Wenn er sich Vorstellungen hingibt, die er sich in der Seele selbst bildet, ohne dass ihm die Veranlassung von einem äußeren Eindrucke aufgedrängt wird, dann hat er etwas in sich, was keine physischen Sinne wahrnehmen können, was vielmehr nur als Wahrnehmung dem höheren Schauen zugänglich ist. Dem Wärmezustand des Saturn gehen eben Offenbarungen voran, die nur für den übersinnlich Wahrnehmenden vorhanden sein können. Drei solcher Zustände können genannt werden: rein seelische Wärme, die nicht äußerlich wahrnehmbar ist; rein geistiges Licht, das äußerlich Finsternis ist; und endlich geistig Wesenhaftes, das in sich selbst vollendet ist und keines äußeren Wesens bedarf, um seiner bewusst zu werden. Reine innere Wärme begleitet das Erscheinen der «Geister der Bewegung»; reines geistiges Licht dasjenige der «Geister der Weisheit», reines Innenwesen ist verbunden mit der ersten Ausströmung der «Geister des Willens».

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Cite: GA 13/l04/p026 · edition original