Die Weltentwicklung und der Mensch

GA 13/l04/p077 · original (original)

Der Mensch ist auf der Erde zu einem individualisierten Seelenwesen geworden. Sein Astralleib, welcher ihm auf dem Monde durch die «Geister der Bewegung» eingeflossen war, hat sich auf der Erde gegliedert in Empfindungs-, Verstandes- und Bewusstseinsseele. Und als seine Bewusstseinsseele so weit fortgeschritten war, dass sie sich während des Erdenlebens einen dazu geeigneten Leib bilden konnte, da begabten die «Geister der Form» ihn mit dem Funken aus ihrem Feuer. Es wurde das «Ich» in ihm entfacht. Jedesmal, wenn der Mensch nun den physischen Leib verließ, so war er in der geistigen Welt, in welcher er mit den Wesen zusammentraf, welche ihm während der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwicklung seinen physischen Leib, seinen Lebensleib und seinen astralischen Leib gegeben und bis zur Erdenhöhe ausgebildet hatten. Seitdem der Feuerfunke des «Ich» sich im Erdenleben entzündet hatte, war auch für das leibfreie Leben eine Veränderung eingetreten. Vor diesem Entwicklungspunkte seines Wesens hatte der Mensch gegenüber der geistigen Welt keine Selbständigkeit. Er fühlte sich innerhalb dieser geistigen Welt nicht wie ein einzelnes Wesen, sondern wie ein Glied in dem erhabenen Organismus, der aus den über ihm stehenden Wesen sich zusammensetzte. Das «Ich-Erlebnis» auf Erden wirkt nun auch in die geistige Welt hinein nach. Der Mensch fühlt sich nunmehr auch in einem gewissen Grade als Einheit in dieser Welt. Aber er empfindet auch, dass er unaufhörlich verbunden ist mit derselben Welt. Er findet im leibfreien Zustand die «Geister der Form» in einer höheren Gestalt wieder, die er in ihrer Offenbarung auf der Erde durch den Funken seines «Ich» wahrgenommen hat.

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