Der Christus-Impuls im historischen Werdegang

GA 130/1911-09-19/p006 ·1911-09-19 · original (original)
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Wenn wir unser Naturgefühl befriedigen an der geistigen Wissenschaft, dann muss uns aber noch etwas anderes überkommen: dass es in gewisser Beziehung ein Privileg ist, in dem Geiste der Natur sein zu dürfen. Und das ist ein Privileg. Denn wir dürfen, ja wir müssten uns dabei wohl erinnern, wie vielen Menschen es fehlt, dieses in ihrer heutigen Inkarnation fehlt, den Schöpfungen des Naturgeistes nahezustehen. Wie viele Seelen leben heute, namentlich in den Kulturstädten, die nichts von dem Erhebenden, dem Göttlich-Geistigen in der Natur mehr fühlen können! Und wenn man mit einem durch die Geisteswissenschaft geschärften Blicke die Natur betrachtet, dann weiß man, wie innig zusammenhängt dasjenige, was wir moralisches Leben nennen - was nach dem Geistesleben das Höchste ist, das wir in diesem Leben an Streben haben -, dann weiß man, wie eng das, was wir an der Natur fühlen, zusammenhängt mit dem, was man Moral nennt.

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