Der Christus-Impuls im historischen Werdegang

GA 130/1911-09-19/p016 ·1911-09-19 · original (original)
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Wir wissen es ja alle, wie sich das große Ereignis zugetragen hat, das geschildert wird. Einst hatte sich eine große Individualität der Menschheitsentwicklung, eine der Individualitäten, die wir mit dem Namen Bodhisattva bezeichnen, inkarniert im Königshaus des Suddhodana. Wir wissen alle, dass diese Individualität bestimmt war, aufzusteigen zu der nächsten Würde, die auf die des Bodhisattva folgt. Jeder Mensch, der höher steigt und der bis zur Würde eines Bodhisattva kommt, der muss als letzte Inkarnation ein Buddha werden. Was bedeutet diese Buddha-Würde? Was bedeutet sie insbesondere bei dem einen Bodhisattva, der als Gautama Buddha zur Buddha-Würde gelangte? Sie bedeutet, dass der Buddha - und das ist ja bei jedem Buddha der Fall - nicht mehr in einem fleischlichen Leibe sich auf Erden zu verkörpern braucht. Und so war, wie ein jeder Buddha, der Gautama Buddha dazu ausersehen, hernach von der geistigen Welt herab zu wirken. Niemals sollte er wieder auf Erden physisch herumgehen; aber dasjenige, was er erreicht hat von Inkarnation zu Inkarnation, das machte ihn fähig, fortan immer herunterzuwirken in unsere irdische Kultur.

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Cite: GA 130/1911-09-19/p016 · edition original