Der Christus-Impuls im historischen Werdegang

GA 130/1911-09-19/p029 ·1911-09-19 · original (original)
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Wodurch wird in der Menschheit bewirkt, dass diese beiden Strömungen zusammenschmelzen, um von innen heraus durch den Buddha den Christus ergreifen zu können? Es wird dadurch bewirkt, dass das Amt des Bodhisattva niemals unausgefüllt geblieben ist. In dem Momente, wo der Bodhisattva zum Buddha wurde, da kam ein anderer zur Bodhisattva-Würde. Und es kam jene Individualität, von der wir wissen, dass sie etwa hundert Jahre vor dem Jesus von Nazareth als Essäer gelebt hat. Eine Persönlichkeit, die leider verleumdet und verkannt worden ist, zum Beispiel durch den Schriftsteller Celsus, durch Haeckels «Welträtsel» insbesondere. Jene Persönlichkeit, die also ein volles Jahrhundert vor dem Mysterium von Golgatha gewirkt hat, die bekannt ist als Jeshu ben Pandira, die eine der Verkörperungen jenes Bodhisattva, der Nachfolger wurde des Gautama, des zum Buddha gewordenen Bodhisattva. Er wird noch als Bodhisattva wirken, bis dreitausend Jahre verflossen sind, und dann, wenn so fünftausend Jahre vollendet sein werden, seitdem der Buddha unter dem Bodhibaum seine Erleuchtung empfing, wird auch er zum Buddha werden. Es weiß jeder ernste Okkultist, dass fünftausend Jahre nach der Erleuchtung des Gautama Buddha unter dem Bodhibaume jene Individualität, die fortlebt als Bodhisattva, dann zum Maitreya-Buddha geworden sein wird. Bis dahin wird er sich noch öfter verkörpern. Und dann, wenn die fünftausend Jahre um sind, wird eine Lehre auftauchen: die Lehre des Maitreya-Buddha, dem Buddha des Guten, wo das, was gesagt wird, zugleich moralisch wirkt. Worte, um diese Wirkung zu schildern, sind jetzt noch nicht in entsprechender Kraft da. Das kann nur in der geistigen Welt geschaut werden, und es wird der Mensch, um es zu empfangen, erst reif dazu werden müssen. Das Besondere dieses Maitreya-Buddha ist, dass er in gewisser Weise nachzuahmen haben wird, was in dem Ereignis von Golgatha geschehen ist.

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