Buddha und Christus. Die Sphäre der Bodhisattvas
Während in unserer Zeit, in der fünften Kulturepoche, unsere Intellektualität erhalten bleiben kann, auch wenn wir kein Gefallen haben an moralischem Handeln, wird das in der sechsten Kulturepoche ganz anders sein. In der sechsten Kulturepoche, also ungefähr vom dritten Jahrtausend an, wird das Unmoralische paralysierend auf die Intellektualität wirken. Wer intellektuell ist und dabei unmoralisch, wird seine Intellektualität auf einen Dämmerzustand herabsetzen mit der Entwicklung der Unmoralität. Und dieses wird immer bedeutsamer in der zukünftigen Evolution der Menschheit auftreten, sodass der Mensch, der nicht moralisch ist, keine Intellektualität erwerben wird, weil dieses nur durch moralische Handlungen möglich sein wird. Und in der siebenten nachatlantischen Kulturepoche wird es keine Menschen geben, die klug sein können und nicht moralisch. Es ist nun gut, wenn wir uns die Kräfte der Moralität bei den einzelnen Menschenseelen in den jetzigen Inkarnationen ein wenig vor die Augen führen. Warum kann denn der Mensch überhaupt in unserer Entwicklung unmoralisch werden? Diese Frage wollen wir aufwerfen. Das rührt davon her, dass der Mensch bei seinen aufeinanderfolgenden Inkarnationen immer mehr in die physische Welt heruntergestiegen ist und deshalb immer mehr Antriebe bloß zur physischen Sinneswelt hin erhalten hat.
Cite:
GA 130/1911-09-21/p016 · edition original