Buddha und Christus. Die Sphäre der Bodhisattvas

GA 130/1911-09-21/p018 ·1911-09-21 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Sie wissen, dass der Mensch, wenn er durch die Pforte des Todes schreitet, seinen physischen und seinen Ätherleib ablegt, dass er eine kurze Zeit nach dem Tode etwas hat wie einen Rückblick auf sein gesamtes Erdenleben. Dann folgt die Zeit einer Art Schlafzustandes. Und der Mensch wacht dann nach einigen Monaten oder Jahren auf dem Astralplan, im Kamaloka, auf. Es folgt diesem Erwachen das Kamaloka-Leben, das darin besteht, dass wir mit dreimal so großer Geschwindigkeit das Erdenleben zurückleben. Und im Beginne des Kamaloka-Lebens ersteht für jeden Menschen ein sehr bedeutendes Ereignis. Für die meisten Menschen unseres Europa oder überhaupt der neueren Kulturepoche stellt sich dieses Ereignis so hin, dass beim Beginne des Kamaloka-Lebens eine geistige Individualität uns alles das, was wir selbstsüchtig getan haben im letzten Leben, wie ein Verzeichnis alles dessen zeigt, was wir gesündigt haben. Je anschaulicher Sie sich diesen Vorgang darstellen, desto richtiger stellen Sie sich ihn vor: wie wenn wirklich am Anfang des Kamaloka-Lebens sich so eine Gestalt mit dem Register unseres physischen Lebens darstellen wollte.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/130/1911-09-21/p018.json
Cite: GA 130/1911-09-21/p018 · edition original