{"corpus":"steiner","locus":"GA 130/1911-09-21/p024","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir müssen also uns klar sein darüber, dass in der vierten nachatlantischen Epoche die Menschen nur fähig waren, den physischen Christus zu sehen, deshalb kam er auch im physischen Leibe. In unserer Epoche bis in das dritte Jahrtausend hinein werden die Menschen allmählich fähig, den ätherischen Christus zu sehen, deshalb kommt er niemals wieder im physischen Leibe. Wenn wir uns nun vor Augen halten, dass heute der Mensch, wenn er das Kamaloka betritt und von einer moralisch wirkenden Gestalt, dem Moses, zur Rechenschaft gezogen wird, der sich immer mehr mit dem Christus-Impuls verbindet, so werden wir verstehen, wie sich das ereignen wird, was ich als eine Umwandlung der Moses-Gestalt schildern kann. Was zeigt uns denn Moses, wenn er mit unserem Sündenregister vor uns steht? Er zeigt uns, was auf der einen Seite, auf der Unrechtseite unseres Karma steht. Das ist in der Tat wichtig für eine Seele unserer Zeit, dass durch die Inspiration des Buddhismus die Karmalehre begriffen werden kann, dass aber die Wirklichkeit des Karma nach dem Tode uns gezeigt wird durch die alttestamentarische Gestalt des Moses. Indem nun die Seelen sich immer mehr und mehr durchdringen mit dem übersinnlichen Christus, wird sich vollziehen nach dem Tode die Umwandlung der Moses-Gestalt in die des Christus Jesus. Das heißt aber nichts anderes als: Unser Karma kommt mit Christus in einen Zusammenhang, Christus wächst mit unserem eigenen Karma zusammen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Buddha und Christus. Die Sphäre der Bodhisattvas","site_heading":null,"date":"1911-09-21","location":null,"word_count":228,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1911-09-21/p024","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1911-09-21/p024"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/130/1911-09-21/p024","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}