Buddha und Christus. Die Sphäre der Bodhisattvas
Was tun wir nun, indem wir heute Theosophie lehren? Wir tun dasjenige, was so klar die orientalischen Lehren verkündet haben, als der Bodhisattva, der da der Königssohn des Suddhodana war, zum Buddha aufgestiegen war. Die orientalischen Lehren waren sich dazumal klar darüber, dass der nachfolgende Bodhisattva, der zum Buddha werden würde, die Lehren über die Erde zu verbreiten hatte, die den Christus in der richtigen Weise den Menschen zeigen würden. So wurde der nächstfolgende Bodhisattva, der sich in Jeshu ben Pandira und in anderen immer weiter verkörperte, der Lehrer des Christus-Impulses. Und die Legende deutet das sehr gut an in der Barlaam- und Josaphat-Erzählung, indem von Barlaam, dem christlichen Lehrer, der Josaphat, das heißt der Bodhisattva, unterrichtet wird. Die orientalischen okkulten Lehren nennen daher diesen Bodhisattva den Bringer des Guten: Maitreya-Buddha. Und wir wissen aus okkulten Forschungen, dass dieser Maitreya-Buddha die Kraft des Wortes in einer solchen Weise haben wird, dass sich die heutigen Menschen davon noch gar keine Vorstellung machen können. Wir können heute hellsichtig in dem höheren Weltenwerden sehen, wie der Maitreya- Buddha lehren wird nach dreitausend Jahren. Wir könnten vieles von seinen Lehren auch in symbolischen Zeichnungen ausführen. Wir finden aber heute noch nicht die Möglichkeit dazu, weil die Menschheit noch nicht reif dafür ist, solche Worte auszusprechen, wie sie der Maitreya-Buddha aussprechen wird.
Cite:
GA 130/1911-09-21/p036 · edition original