{"corpus":"steiner","locus":"GA 130/1912-01-09/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Der Christus unterscheidet sich ganz radikal von anderen Wesenheiten, die an der Erdenentwicklung teilnehmen. Er ist ein Wesen einer ganz anderen Ordnung. Er ist ein Wesen, welches nicht nur während der Mondenentwicklung so zurückgeblieben ist wie die luziferischen Geister, sondern welches, vorausschauend die Mondenentwicklung, eigentlich noch früher zurückgeblieben ist, schon während der alten Sonnenentwicklung, und aus einer gewissen sicheren, weit übermenschlichen Weisheit während der alten Sonnenentwicklung zurückgeblieben ist. Diese Wesenheit dürfen wir nicht in dem Sinne wie die andern angeführten Wesenheiten als eine mikrokosmische ansehen, denn als mikrokosmische Wesenheit haben wir anzusehen diejenigen, die vom Beginne der Erdenentwicklung mit dieser Erdenentwicklung verbunden waren. Der Christus war nicht unmittelbar mit der Erdenentwicklung verbunden, sondern mit der Sonnenentwicklung. Er war eine makrokosmische Wesenheit vom Beginn der Erdenentwicklung an, eine Wesenheit, welche also ganz anderen Entwicklungsbedingungen ausgesetzt ist als die mikrokosmischen Wesenheiten. Und seine Entwicklungsbedingungen waren eigener Art. Sie waren so, dass diese makrokosmische Christus-Wesenheit außerhalb des Irdischen das makrokosmische vierte Prinzip, das makrokosmische Ich, entwickelt hatte. Für seine, also für diese Christus-Entwicklung, war es normal, außerhalb der Erde ein Ich makrokosmischer Art gerade bis zur Ich-Vollendung zu bringen und dann zur Erde niederzusteigen. Es war also für die Entwicklung der Christus-Wesenheit normal - als sie von dem Makrokosmos niederstieg auf unsere Erde -, hereinzubringen den großen Impuls vom makrokosmischen Ich, damit das mikrokosmische Ich, das Menschen-Ich, diesen Impuls aufnehme und weiterkommen könne in der Entwicklung. Normal war es für den Christus, nicht den mikrokosmischen Ich-Impuls, aber den makrokosmischen Ich-Impuls gerade so weit zu haben, wie der Mensch den mikrokosmischen auf der Erde hatte. So ist das Christus-Wesen ein Wesen, das in einer gewissen Beziehung dem Menschen gleicht, nur dass der Mensch mikrokosmisch ist und seine vier Prinzipien mikrokosmisch zum Ausdruck gebracht hat, also auch sein Ich mikrokosmisch hat als Erden-Ich, der Christus aber als Welten-Ich. Aber so war bei ihm die Entwicklung vor sich gegangen, dass er eben gerade groß und bedeutend war durch die volle Entwicklung dieses Ich, das er herunterbrachte auf die Erde. Und er hatte nicht das fünfte makrokosmische und nicht das sechste makrokosmische Prinzip, denn die wird er entwickeln, damit er sie dem Menschen geben kann, auf Jupiter und Venus.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Welten-Ich Und Menschen-Ich. Mikrokosmisch-Übersinnliche Wesenheiten. Die Natur Des Christus","site_heading":null,"date":"1912-01-09","location":null,"word_count":362,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-01-09/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-01-09/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/130/1912-01-09/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}