{"corpus":"steiner","locus":"GA 130/1912-01-09/p042","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"dieser Leib, in dem der Christus wohnte, sagen wir anderthalb Jahre nach der Johannestaufe im Jordan, so war wie ein anderer Leib, sondern so, dass eine gewöhnliche Menschenseele ihn sofort hätte von sich fallen fühlen, weil er nur zusammengehalten werden konnte von der mächtigen makrokosmischen Christus-Wesenheit. Es war ein fortwährendes, langsames, durch drei Jahre dauerndes Dahinsterben. Und an der Grenze des Auseinanderfallens war dieser Leib angekommen, als das Mysterium von Golgatha eintrat. Dann war nur noch notwendig, dass diejenigen Männer, von denen uns erzählt wird, herankamen an diesen Leib mit ihren sonderbaren Dingen, die Spezereien genannt werden, und eine chemische Verbindung herstellten zwischen diesen eigentümlichen Stoffen und dem Leib des Jesus von Nazareth, in dem die makrokosmische Christus-Wesenheit drei Jahre gewohnt hatte, und ihn dann ins Grab senkten. Da brauchte es nur ein ganz Weniges, dass dieser Leib zu Staub zerfiel im Grabe und dass der Christus-Geist sich umkleidete mit einem, man kann sagen, bis zur physischen Sichtbarkeit sich verdichtenden Ätherleib. Sodass der auferstandene Christus umhüllt war mit einem bis zur physischen Sichtbarkeit verdichteten Ätherleib. So ging er herum und erschien denen, denen er erscheinen konnte. Er war nicht für alle sichtbar, weil es eigentlich nur ein verdichteter Ätherleib war, den der Christus nach der Auferstehung trug. Aber das, was ins Grab gelegt worden war, das zerfiel zu Staub. Und nach den neuesten okkulten Forschungen stellte sich in der Tat das ein, dass ein Erdbeben stattfand. Es war mir frappierend, nachdem ich aus okkulten Forschungen herausgefunden hatte, dass ein Erdbeben stattgefunden hatte, im Matthäus-Evangelium dieses angedeutet zu finden. Es spaltete sich die Erde, der Staub des Leichnams fiel hinein und verband sich mit der ganzen Substanz der Erde. Durch das Durcheinanderrütteln infolge des Erdbebens wurden die Tücher so gerüttelt, wie man sie dort nach der Beschreibung des Johannes- Evangeliums beschrieben findet. Es ist das im Johannes-Evangelium wunderbar geschildert. So haben wir okkult die Auferstehung zu begreifen und brauchen gar nicht in Widerspruch zu kommen mit den Evangelien. Denn ich habe schon oft darauf aufmerksam gemacht, dass Maria von Magdala den Christus nicht erkannte, als er ihr begegnete. Wo würde sich denn einer nicht getrauen, jemanden, den er vor ein paar Tagen noch gesehen hat, wiederzuerkennen, besonders wenn dies cine solche wichtige Persönlichkeit ist, wie es der Christus Jesus war? Wenn erzählt wird, dass Maria von Magdala ihn nicht erkannte, so musste er ihr in einer anderen Gestalt entgegengetreten sein. Sie erkennt ihn erst, als sie sozusagen ihn sprechen hört. Da wird sie aufmerksam.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Welten-Ich Und Menschen-Ich. Mikrokosmisch-Übersinnliche Wesenheiten. Die Natur Des Christus","site_heading":null,"date":"1912-01-09","location":null,"word_count":413,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-01-09/p042","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-01-09/p042"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/130/1912-01-09/p042","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}