Die Morgenröte des neueren Okkultismus

GA 130/1912-01-29/p010 ·1912-01-29 · original (original)
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Ein Mensch, sagen wir, hat Veranlassung, irgendwohin zu gehen, und dieser Weg bringt es mit sich, dass er der Spur eines anderen Menschen folgt, eines Kindes vielleicht. Da sieht der Mensch plötzlich, dass am Rand des Weges, den das Kind geht, ein Abgrund gähnt. Unfehlbar wird das Kind hinabstürzen, wenn es noch einige Schritte weiter tut. Er läuft dem Kinde nach, um es zu retten, läuft und läuft und vergisst dabei ganz den Abgrund. Da plötzlich hört der Betreffende von irgendwoher eine Stimme kommen, die ihm zuruft: Bleibe stehen! - Wie angenagelt steht er still. In dem Moment fasst das Kind einen Baum und bleibt auch stehen, sodass nichts Übles passiert. Wäre die Stimme nicht in diesem Augenblick gekommen, der Mensch wäre unfehlbar in den Abgrund gestürzt. Der Mensch fragt sich nun: Woher kam die Stimme? Er findet niemanden, der gerufen haben könnte. Aber er hat ein Bewusstsein, dass er unfehlbar verloren gewesen wäre, wenn er nicht diese Stimme gehört hätte. Er kann nicht entdecken, dass irgendein physisches Wesen ihn gerufen hat, so genau er auch forscht.

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Cite: GA 130/1912-01-29/p010 · edition original