{"corpus":"steiner","locus":"GA 130/1912-02-09/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Verachten wir nicht solche Regeln, die uns gegeben werden, denn wir werden immer mehr dabei erfahren, wie sich das Leben durchleuchtet und wir dadurch stärker und stärker werden im Leben. Wir werden schon erfahren, dass wir, wenn wir das einmal gemacht haben und wenn wir einmal das Gefühl erhalten: Du warst da und hast das selbst vollbracht -, dass wir dann den zukünftigen Ereignissen, denen wir begegnen, in ganz anderer Weise gegenüberstehen. Es ändert sich unsere ganze Gemütsverfassung dadurch. Während wir vielleicht früher Schrecken und alle anderen derartigen Gefühle gehabt haben, wenn uns etwas getroffen hat, so bekommen wir jetzt etwas wie ein Erinnerungsgefühl. Und wenn uns dann irgendetwas zustößt, haben wir schon die Richtung unseres Gemüts, das uns sagt: Ach, das ist für dieses oder jenes. - Und das ist Erinnerung an das frühere Leben. Dadurch wird das Leben abgeklärter und ruhiger, und das ist dasjenige, was die Menschen brauchen würden, nicht bloß die, die von der Sehnsucht zur Theosophie getrieben werden, sondern auch die, welche draußen stehen. Es gilt also die Ausrede nicht, welche von vielen Menschen gemacht wird, dass sie sagen: Was gehen uns die früheren Inkarnationen an, wenn wir uns nicht an sie erinnern! Wenn wir für dieses Erdendasein die Besinnung anstreben, werden wir es schon erleben, nur müssen wir nicht ein Vorstellungs-, ein Begriffsgedächtnis, sondern ein Gemütsgedächtnis entwickeln.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Intimitäten des Karma","site_heading":null,"date":"1912-02-09","location":null,"word_count":223,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-02-09/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-02-09/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/130/1912-02-09/p007","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1912-02-09_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}