Intimitäten des Karma

GA 130/1912-02-09/p011 ·1912-02-09 · original (original)
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Da muss ich auf eine geschichtliche Tatsache hinweisen, welche nicht in Geschichtsbüchern, sondern in der Akasha-Chronik aufbewahrt ist. Aufmerksam muss ich zunächst machen, dass unsere Seelen, wie sie hier jetzt sind, ja wie wir alle immer wieder und wieder in den verschiedensten Verhältnissen in irdischen Leibern verkörpert waren, verkörpert im alten Indien, Persien, Ägypten, Griechenland gelebt haben. Immer haben wir mit den Augen auf andere Verhältnisse gesehen, immer haben wir erfasst andere Verhältnisse, und es hat einen Sinn, dass wir durch Inkarnation und Inkarnation durchgehen, und wir würden jetzt unser Leben nicht so zubringen können, wenn wir nicht diese verschiedenen Dinge erlebt hätten. Ganz Besonderes haben die Seelen derjenigen Menschen erlebt, welche gelebt haben im zwölften, dreizehnten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Damals waren nämlich über die Menschheit ganz besondere Verhältnisse hereingebrochen. Das ist also jetzt, wenn wir so sagen dürfen, nicht ganz siebenhundert Jahre her. Da brachen über die Menschheitsentwicklung solche Verhältnisse herein, dass wir sagen können, es waren dazumal die Menschenseelen am meisten abgeschlossen von der geistigen Welt, eine geistige Finsternis war da, und es war dazumal nicht möglich, dass selbst vorgerückte Menschenseelen sich in unmittelbare Verbindung mit der geistigen Welt gebracht hätten. Nicht einmal in früheren Inkarnationen Eingeweihte konnten im dreizehnten Jahrhundert in die geistige Welt hineinschauen. In diesem Jahrhundert waren am meisten die Tore der geistigen Welt verschlossen, und Menschen, die früher eingeweiht waren, konnten sich zwar ihrer früheren Inkarnationen erinnern, als sie eingeweiht wurden, aber sie konnten nicht im dreizehnten Jahrhundert selbst hineinblicken in die geistigen Welten. Die Menschen mussten nämlich einmal diesen Tiefstand durchmachen, mussten die Tore zur geistigen Welt zugeschlossen finden. Allerdings gab es damals geistig hochentwickelte Menschen, aber sie mussten den Zustand mitmachen, der in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts da war, den Zustand der Verfinsterung. Dieser Zustand hörte auf um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, und da bildete sich etwas Eigentümliches aus in einer Gegend in Europa. Der Ort kann jetzt nicht angegeben werden, aber vielleicht wird es möglich sein, ihn einmal in einem Zweigvortrag bekanntzugeben. Aus diesem Dämmerungszustand des hellsichtigen Lebens heraus entwickelten sich zwölf große, hervorragende europäische Weise, die auf sonderbare Art geistig entwickelt waren. Wenn wir nun diese zwölf größten Weisen Europas ins Auge fassen, müssen wir zunächst Sieben abtrennen und diese Sieben ins Auge fassen. Diese Sieben hatten in dieser Zeit sich erinnert an ihre früheren Initiationen, ihre Einweihungen. Diese Erinnerung mit den Erkenntnissen, die geblieben waren, war so, dass diese sieben Weisen in sich wiederholten einen Zustand, den sie früher erlebt haben, den sie erlebt hatten in der Zeit nach der atlantischen Katastrophe, den sie durchgemacht hatten in der uralten indischen Kultur. Was die heiligen sieben Rishis der Inder gelehrt hatten, war wiedererstanden in den Seelen der sieben Weisen in Europa. Sie waren die sieben Strahlen der heiligen Weisheit, sodass dastand die alte heilige atlantische Kultur in den Herzen dieser sieben weisen Männer, welche versammelt waren durch ein großes Weltenkarma an einem bestimmten Orte Europas, wo sie sich wiederfinden konnten. Zu diesen Sieben traten vier. Von diesen Vier entwickelte der Erste die erste Periode nach der atlantischen Katastrophe, die uralt indische Kultur. Sein Seelenwesen erstrahlte wieder aufs Neue in der Seele des Achten. Derjenige, der die uralt persische Kultur in sich trug, ließ erstrahlen sein Seelenwesen in der Seele des Neunten, der Dritte ließ erstrahlen die Kultur der dritten Periode, der ägyptisch-chaldäischen Kultur, in der Seele des Zehnten, und der Vierte, dessen Seelenwesen die griechisch-lateinische Kultur in sich trug, ließ sie wieder erstrahlen in der Seele des Elften. Das aber, was dazumal Gegenwartskultur war, was man in der Gegenwart erleben konnte, was da die Menschen erfahren konnten, das war im Zwölften vorhanden. Es waren in den zwölf Männern, die sich in der besonderen Mission vereinigten, die zwölf verschiedenen Standpunkte menschlicher Geistesentwicklung vorhanden. Das ist schon ein Geheimnis, dass man alle Religionen und alle Philosophien, die möglich sind, auf zwölf Grundtypen zurückführen kann. Und ob Sie den Buddhismus, den Brahmanismus, die Vedanta, den Materialismus nehmen, in zwölf Standpunkte lässt sich alles bringen, man muss nur ganz genau zu Werke gehen. Sodass also in jenem Kollegium von zwölf weisen Männern vereinigt war sozusagen dasjenige, was über die ganze Erde verbreitet war an verschiedenen menschlichen Standpunkten, an verschiedenen Religionen, Philosophien und sonstigen Weltanschauungen.

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