{"corpus":"steiner","locus":"GA 130/1912-02-09/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun kam zu jenen zwölf Männern, nachdem die Dämmerung abgelaufen war und wieder in spiritueller Weise etwas gearbeitet werden konnte, ein Dreizehnter dazu. Dieser Dreizehnte war auf eine merkwürdige Weise dazugekommen. Was ich jetzt erzähle, das gehört zu jenen Ereignissen, die sich, in der Menschheitsentwicklung verborgen, aber nur einmal abspielen können. Sie können sich nicht wiederholen, und niemandem wird es erzählt aus dem Grunde, dass er das nachmachen sollte, sondern aus einem ganz anderen Grunde. Der Dreizehnte war in einer für die zwölf hellseherischen Weisen merkwürdigen Art angekündigt worden, als die Dämmerung vorüber war und man die ersten Strahlen des Hellsehertums entfalten konnte, sodass sie wussten, es müsse jetzt cin Kind geboren werden, welches sehr bedeutungsvolle und merkwürdige Inkarnationen hinter sich habe. Vor allem wussten sie, dass eine Inkarnation verlaufen sei zur Zeit, als sich abgespielt hatte das Mysterium von Golgatha. Man wusste also, ein Zeitgenosse der Ereignisse von Palästina kehre wieder, und diese jetzt folgende Inkarnation des damals im dreizehnten Jahrhundert unter so eigentümlichen Verhältnissen als Kind Geborenen war so, dass man von ihm nicht sagen konnte, er wäre als hochstehende Individualität geboren. Das ist überhaupt eine Unart, dass man, wenn von Vorleben gesprochen wird, immer auf wichtige Persönlichkeiten aus der Geschichte zurückgreifen will. Das ist eine Unart, die nur zu sehr verbreitet ist. Es ist mir oft vorgekommen, dass die verschiedensten Personen auf historische und auf Personen aus den Evangelien als auf ihre Inkarnation zurückgreifen wollten. Unlängst erst kam eine Dame, die behauptete, sie sei Maria Magdalena gewesen. Ich habe ihr gesagt, sie sei die vierundzwanzigste Maria Magdalena, die mir im Leben begegnet sei. - Es muss die allergrößte Vorsicht angewendet werden, dass nichts Phantastisches hervorkommt!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Intimitäten des Karma","site_heading":null,"date":"1912-02-09","location":null,"word_count":278,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-02-09/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/130/1912-02-09/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/130/1912-02-09/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1912-02-09_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}