Intimitäten des Karma
Nun, ein solches Erlebnis könnte man so auffassen: Man habe eine Halluzination gehabt oder etwas dergleichen. Aber man kann auch tiefer gehen. Gerade solche Erlebnisse, die Hunderte erfahren, sind nicht zufällig. Immer handelt es sich um eine Berufung durch Christian Rosenkreutz, denn immer stellt sich das Karma dieser Berufenen bis zu diesem Zeitpunkte so, dass man sagen kann, Christian Rosenkreutz schenkt zuerst das Leben, das er beanspruchen kann. Ich sage ausdrücklich, ins Leben zahlreicher Menschen treten solche Erlebnisse in der Gegenwart ein, und es handelt sich darum, dass man aufmerksam ist. Nicht stets ist es ein so eklatanter Fall, aber zahlreiche Menschen der Gegenwart erleben solches. Und sehen Sie, meine lieben theosophischen Freunde, wenn ich etwas wiederholt an einem Abend sage, geschieht es ganz absichtlich, weil ich die Erfahrung habe, dass man aus Dingen, die man halb oder ganz vergisst, merkwürdige Konsequenzen zieht. Ich sage das deshalb, weil niemand dadurch deprimiert zu sein braucht, der kein solches Erlebnis hat - es muss nicht so sein, er wird schon in seinem Leben etwas finden -, nur zum Nachforschen soll er kommen. Natürlich kann ich Ihnen nur ein typisches Ereignis herausgreifen. Da haben wir also in unserem Leben eine Tatsache, von der wir sagen können, dass sie nicht in einer Inkarnation verursacht ist: Wir können Christian Rosenkreutz in der geistigen Welt getroffen haben. Ich habe dieses hervorragendste Ereignis der Berufung ganz besonders hervorgehoben. Man könnte auch andere, unmittelbar an die geistige Welt anknüpfende Ereignisse anführen, die in dem Leben zwischen Tod und Geburt zu suchen sind, aber in unserem geistigen Zusammenhange muss uns gerade dieses Ereignis bedeutungsvoll erscheinen, das mit unserer geistigen Bewegung so innig zusammenhängt.
Cite:
GA 130/1912-02-09/p024 · edition original