Die Tatsache des Durch den Tod Gegangenen Gottes-Impulses
Nach der atlantischen Katastrophe haben wir die urindische Epoche, die in ihrer Spiritualität nicht wieder in den folgenden Epochen erreicht wird, sondern erst beim Ende der Entwicklung, beim Aufstieg erreicht werden wird in der siebenten Epoche. Auf die indische folgte die urpersische, dann die chaldäisch-ägyptische Epoche. Selbst wenn man nur äußerlich die Menschheitsentwicklung verfolgt, so wird es klar, dass die Spiritualität immer mehr zurückging. Dann kommen wir zu der Kultur, die ganz auf dem Boden des Irdischen stand: zur griechisch-lateinischen Kultur. Da sehen wir zusammenstoßen das Wunderbare, was geschaffen werden konnte in Bezug auf die Vermählung des Geistes mit der Form in dem, was die Griechen geschaffen haben in ihren Kunstwerken, und in der römischen Kultur, im römischen Bürgertum, da wird der Mensch Meister auf dem physischen Plan. Aber das Spirituelle der griechischen Kultur wird charakterisiert durch den Ausspruch: Lieber ein Bettler auf der Oberwelt als ein König im Reiche der Schatten. - Grauen vor der Welt, die hinter dem physischen Plan steht, drückt sich darin aus, Grauen vor der Welt, die der Mensch betreten soll nach dem Tode. Da ist die Spiritualität bis zum tiefsten Punkt herabgestiegen.
Cite:
GA 130/1912-05-05/p019 · edition original