Die Tatsache des Durch den Tod Gegangenen Gottes-Impulses

GA 130/1912-05-05/p030 ·1912-05-05 · original (original)
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Wenn wir unsere Erde durchforschen, so finden wir als das Rätselvollste auf ihr Geburt und Tod. Dass Wesen sterben können, ist doch das Grundproblem für die forschende Menschheit. Tod, Sterben gibt es nur auf der Erde; in den höheren Welten gibt es keinen Tod, sondern Verwandlung, Metamorphosen. Der Tod ist aber zurückzuführen auf dasjenige, was durch Luzifer in die Menschen gekommen ist, und es würde, wenn nicht etwas geschehen wäre vonseiten der Götter, die ganze Menschheit immer mehr hineinverstrickt worden sein in eine dem Tode zuführende Tendenz. Da musste vonseiten der Götter ein Opfer gebracht werden: Es musste einer der ihrigen herabsteigen und den Tod erleben, den man nur inmitten der Erdenkinder erleben kann, als eine die luziferische Tat ausgleichende Tat. Und von diesem Göttertod strahlt aus die Kraft, die auch in die Menschenseelen hineinstrahlen und sie wiederum hinaufbringen kann aus den Finsternissen, in die sie durch Luzifers Tat hineingeraten sind. Es musste ein Gott einmal sterben auf dem physischen Plan.

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Cite: GA 130/1912-05-05/p030 · edition original