Zur Einweihung Des Christian-Rosenkreutz-Zweiges
Auch da wird uns durch die okkulte Forschung eine befriedigende Antwort zuteil. Es wird uns gezeigt, dass der Buddha ein Vorausgesandter war, der, einer höheren Hierarchie angehörend, mit den Venusmenschen heruntergeschickt wurde, sodass man von einer Sendung des Buddha zur Vorbereitung für den Christus mit Recht sprechen darf. Man kann von jeder Religion aus jede andere verstehen, wenn keine egoistisch die andere tyrannisieren will. Ein orthodoxer Buddhist könnte ja einmal seinen Buddha über alle anderen Wesen erheben wollen, was allerdings kein wirklicher Buddhist tun würde. Wenn jemand fanatisch sein wollte im Sinne eines beschränkten Buddhismus, so könnte er lehren, dass es kein anderes Wesen geben kann, das nicht wieder als Mensch auf die Erde zurückzukehren braucht, außer dem Buddha, er müsse also der Höchste sein. Damit würde dem Buddhismus ein unendlicher Vorsprung eingeräumt gegenüber dem Christentum, dann setzte man dieses an die zweite Stelle. Dann würde die eine Religion durch die andere bekämpft. Das aber wäre eine untheosophische Tat. Denn die Theosophie ist da, Frieden über die Erde zu verbreiten, durch Verständnis und Studium der gleichen Wahrheiten zu der Erkenntnis der Wichtigkeit einer jeden zu führen. Darum seien wir eingedenk, dass wir unsere Grundsätze nicht nur mit dem Munde bekennen und dann ins Gegenteil verkehren dürfen.
Cite:
GA 130/1912-06-17/p011 · edition original