{"corpus":"steiner","locus":"GA 131/1911-10-07/p022","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Apollonius von Tyana ist eine Individualität, die viele Inkarnationen durchgemacht hat, sich hohe Kräfte errungen hat und einen gewissen Höhepunkt zeigt in der Inkarnation, die sich im Beginne unserer Zeitrechnung abspielte. Diese Individualität, die wir überschauen, wie sie durch viele Inkarnationen der Vorzeit geht, sie ist da, als sie sich in dem Leibe des Apollonius von Tyana auslebt, auf ihrem irdischen Schauplatz. Mit der haben wir es zu tun. Und weil wir wissen, daß eine menschliche Individualität beteiligt ist an dem Aufbau des menschlichen Leibes, daß das nicht einfach eine Zweiheit ist, sondern daß sich die menschliche Individualität erarbeitet die Gestalt, die Form, wie dieser Leib ist, so müssen wir sagen: Es war der Leib dieser Individualität bis zu einer gewissen Form im Sinne dieser Individualität aufgebaut. Das können wir in bezug auf den Christus Jesus nicht sagen. Der Christus kam im dreißigsten Jahre des Jesus von Nazareth in den physischen Leib, Ätherleib und Astralleib hinein, hat sich also nicht von Kindheit an diesen Leib auferbaut. Wir haben es also da mit einem ganz anderen Verhältnis der Christus-Individualität zu dem Leib zu tun, als bei der Apollonius-Individualität zu ihrem Leib. Wenn wir im Geiste unsern Blick hinwenden nach jener Individualität des Apollonius von Tyana, so sagen wir uns: Es ist eine Angelegenheit dieser Individualität, und diese Angelegenheit spielt sich ab als das Leben des Apollonius von Tyana. Und wollten wir uns eine graphische Zeichnung machen, etwa durch ein äußeres Zeichen einen solchen Lebensgang andeuten, so könnten wir das in folgender Weise machen. Die fortlaufende Individualität sei angedeutet durch die horizontale Linie; dann haben wir in a eine erste Inkarnation, darauf in 5 ein Leben zwischen Tod und neuer Geburt, dann in c eine zweite Inkarnation, darauf wieder ein Leben zwischen Tod und neuer Geburt, dann eine dritte Inkarnation und so weiter. Das, was sich da hindurchzieht durch alle diese Inkarnationen, die menschliche Individualität, die steht gleichsam wie der Faden des menschlichen Lebens außerhalb des Bereiches der Hüllen, außerhalb der Hülle des Astralleibes, Ätherleibes und physischen Leibes — aber auch zwischen Tod und neuer Geburt außerhalb dessen, was zurückbleibt vom Ätherleib und Astralleib, und dadurch ist der Lebensfaden immerdar abgeschlossen von dem, was der äußere Kosmos ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1911-10-07","location":null,"word_count":366,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/131/1911-10-07/p022","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/131/1911-10-07/p022"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/131/1911-10-07/p022","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}