Dritter Vortrag

GA 131/1911-10-07/p029 ·1911-10-07 · original (original)
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Lassen Sie diese Tatsache in ihrer ganzen Schwere auf sich wirken, dann werden Sie begreifen, daß diese Inkarnation des Christus in dem Jesus von Nazareth eine Angelegenheit des Christus selber war. Und wozu war der Mensch dabei berufen? Zunächst um zuzuschauen, wie der Gott die Tat des Sündenfalles wieder ausgleicht, wie er ihre Gegentat schafft. Das zu tun wäre nicht möglich gewesen innerhalb einer Adeptenpersönlichkeit; denn eine Adeptenpersönlichkeit hat sich durch sich selbst wieder heraufgearbeitet aus dem Fall in die Materie. Das war nur möglich in einer Persönlichkeit, die ganz wahrer Mensch war, die als Mensch nicht die anderen Menschen überragte. Sie hat sie überragt, bevor sie dreißig Jahre alt geworden ist, aber dann nicht mehr. Durch das, was da geschehen ist, ist also ebenso ein göttliches Ereignis der Menschheitsentwickelung mitgeteilt worden, wie am Anfang der Menschheitsentwickelung in der lemurischen Zeit. Und die Menschen waren Teilnehmer einer Angelegenheit, die sich unter Göttern abgespielt hat, konnten sie anschauen, weil die Götter zu Hilfe nehmen mußten die Welt des physischen Planes, um diese ihre Angelegenheit sich abspielen zu lassen. Deshalb sagt man also viel besser: der Christus brachte den Göttern die Sühne dar, die er nur darbringen konnte in einem physischen Menschenleib — als daß man irgendeine andere Formel gebraucht. Und ein Zuschauen bei einer göttlichen Angelegenheit ist es für den Menschen.

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Cite: GA 131/1911-10-07/p029 · edition original