Zehnter Vortrag

GA 131/1911-10-14/p025 ·1911-10-14 · original (original)
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Der, welcher in Jeshu ben Pandira verkörpert war, und der immer wieder verkörpert war, der Bodhisattva, der auf den Gotama Buddha gefolgt ist, er hat sich vorbereitet auf seine Bodhisattva-Inkarnation, daß er erscheinen kann — und zwar stimmt hier auch wieder die okkulte Forschung mit den orientalischen Traditionen überein — und zur Buddha-Würde aufsteigen kann genau fünftausend Jahre nach der Erleuchtung des Gotama Buddha unter dem Bodhibaum. Dann, dreitausend Jahre nach unserer Zeit wird jener Bodhisattva, zurückblickend auf alles, was in der neuen Epoche geschehen ist, und zurückblickend auf den Christus-Impuls und alles, was damit zusammenhängt, so sprechen, daß eine Sprache von seinen Lippen kommen wird, welche das verwirklichen wird, was eben charakterisiert worden ist: daß Intellektualität unmittelbar ein Moralisches ist. Ein Bringer des Guten durch das Wort, durch den Logos, wird der künftige Bodhisattva sein, der alles, was er hat, in den Dienst des Christus-Impulses stellen wird, und der in einer Sprache sprechen wird, die heute noch keinem Menschen eigen, die aber so heilig ist, daß er genannt werden kann ein Bringer des Guten. Bei ihm wird sich dies auch nicht in der Jugend zeigen; sondern ebenfalls in der Zeit seines dreiunddreißigsten Jahres ungefähr wird er wie ein neuer Mensch erscheinen und sich als derjenige geben, welcher sich erfüllen kann mit einer höheren Individualität. Das Ereignis, daß eine einmalige Inkarnation im Fleische eintritt, gilt nur für den Christus-Jesus. Alle Bodhisattvas machen verschiedene aufeinanderfolgende Inkarnationen auf dem physischen Plane durch. So wird dieser Bodhisattva dreitausend Jahre nach unserer Zeit so weit sein, daß er ein Bringer des Guten, ein Maitreya-Buddha sein wird, der seine Worte des Guten in den Dienst des Christus-Impulses stellen wird, in den bis dahin eine genügende Anzahl von Menschen sich eingelebt haben wird. So sagt es uns heute die Perspektive für die künftige Entwickelung der Menschheit.

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Cite: GA 131/1911-10-14/p025 · edition original