Erster Vortrag

GA 132/1911-10-31/p015 ·1911-10-31 · original (original)
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Was sich der Mensch zunächst nur vorstellen kann, das wird hellseherisch Gegenwart. Denken Sie sich getaucht in das Meer, aber jetzt getaucht als geistiges Wesen, welches sich eins fühlt mit der Christus-Wesenheit, getragen von der Christus-Wesenheit, schwimmend, aber jetzt nicht in einem Meere von Wasser, sondern in einem den unendlichen Raum erfüllenden Meere von - es gibt keine andere Bezeichnung dafür — flutendem Mute, flutender Energie! Das ist nicht etwa bloß ein gleichgültiges, undifferenziertes Meer, sondern alle Möglichkeiten und Unterschiedlichkeiten dessen, was man bezeichnen kann mit dem Gefühl des Mutes, treten uns da entgegen. Wir lernen kennen Wesenheiten, die zwar aus Mut bestehen, die aber sehr wohl spezifiziert sind, die wir, wenn sie auch nur aus Mut bestehen, sehr wohl als konkrete Wesenheiten treffen. Es erscheint natürlich ganz sonderbar, wenn man sagt, man treffe Wesenheiten, die ebenso real sind wie der Mensch aus - Fleisch, und die nicht aus Fleisch, sondern aus Mut bestehen. Aber es ist so. Als solche Wesenheiten treffen wir die Geister des Willens, und zunächst bezeichnen wir nur das als Saturndasein, was die Geister des Willens, die aus Mut bestehen, darstellen; nichts sonst. Das ist zunächst Saturn. Das ist eine Welt, von der wir nicht sagen könnten, sie sei eine Welt, die kugelförmig, sechseckig oder viereckig ist. Alle diese Bestimmungen des Raumes passen nicht darauf, denn es gibt dort nicht die Möglichkeit, ein Ende zu finden. Wenn wir noch einmal das Bild vom Schwimmen gebrauchen wollen, so können wir sagen: es ist nicht ein Meer, wo man an eine Oberfläche kommen würde, sondern nach allen Seiten findet man immer Geister des Mutes oder des Willens.

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Cite: GA 132/1911-10-31/p015 · edition original