Erster Vortrag

GA 132/1911-10-31/p019 ·1911-10-31 · original (original)
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Jetzt denken Sie sich gar nichts um sich als das, was ich eben beschrieben habe. Ich sagte vorhin, indem ich darauf einen gewissen Wert legte: Man kann nicht sagen, man habe es um sich -, sondern man kann nur sagen, es ist eben da -, wie ich es jetzt beschrieben habe. Man muß sich da hineindenken. Nun aber die Vorstellung, daß etwa da ein Aufblitzen sei, ist nicht ganz richtig; deshalb sagte ich, es ist nicht ein Blitzen, sondern ein Glimmen, weil alles gleichzeitig ist. Es ist eben nicht etwa so, daß eines entsteht und vergeht, sondern alles ist gleichzeitig. Aber man bekommt jetzt ein Gefühl von einer Beziehung dieser Geister des Willens und der Cherubim. Man bekommt das Gefühl, daß die ein Verhältnis zueinander gewinnen. Dieses Bewußtsein erlangt man. Und zwar erlangt man das Bewußtsein, daß die Geister des Willens oder die Throne ihre eigene Wesenheit den Cherubim opfern. Das ist die letzte Vorstellung, zu der man überhaupt kommt, wenn man sich, rückwärtsgehend, dem Saturn nähert — die sich opfernden Geister des Willens, die ihre Opfer hinauflenken zu den Cherubim -, weiter geht es nicht, da ist die Welt wie mit Brettern verschlagen. Und indem man erleben kann dieses Opfern der Geister des Willens gegenüber den Cherubim, preßt sich etwas los aus unserem Wesen. Das kann man jetzt nur mit dem Worte sagen: Durch das Opfer, das die Geister des Willens den Cherubim bringen, wird die Zeit geboren. — Aber die Zeit ist jetzt nicht jene abstrakte Zeit, von der wir gewöhnlich sprechen, sondern sie ist selbständige Wesenheit. Jetzt kann man anfangen zu reden von etwas, was beginnt. Die Zeit beginnt mit dem, was da zunächst als Zeitwesenheiten geboren wird, die nichts sind als lauter Zeit. Es werden Wesenheiten geboren, die nur aus Zeit bestehen; das sind die Geister der Persönlichkeit, die wir dann als Archai in der Hierarchie der geistigen Wesenheiten kennenlernen. Im Saturndasein sind sie nur Zeit. Bei uns haben wir sie auch beschrieben als Zeitgeister, als Geister, welche die Zeit regeln. Aber die da geboren werden als Geister, sind wirklich Wesenheiten, die überhaupt nur aus Zeit bestehen.

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Cite: GA 132/1911-10-31/p019 · edition original