Erster Vortrag

GA 132/1911-10-31/p022 ·1911-10-31 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Und nun ist eine gute Imagination das Folgende. Es wird in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» sehr häufig davon gesprochen, und auch sonst ist es gesagt worden, daß die zweite Stufe der rosenkreuzerischen Einweihung die Bildung von Imaginationen ist. Diese Imaginationen muß sich der Anthroposoph bilden aus den richtigen Vorstellungen gegenüber der Welt. So kann er sich, was wir heute besprochen haben, umgewandelt denken in eine phantasieartige Imagination: die Throne, die Geister des Willens, kniend in voller Hingebung, voller mutartiger Hingebung vor den Cherubim, aber so, daß die Hingebung nicht hervorgeht aus der Empfindung der Kleinheit, sondern aus dem Bewußtsein, daß man etwas hat, was man opfern kann. Die Throne in dieser Opferwilligkeit, der die Stärke, der Mut zugrunde liegt, wie kniend vor den Cherubim und das Opfer zu ihnen hinaufschickend, und dieses Opfer schicken sie hinauf wie brodelnde Wärme, flammende Wärme, so daß der Opferrauch hinaufflammt zu den geflügelten Cherubim! So könnte das Bild sein. Und von diesem Opfer ausgehend -— als wenn wir in die Luft hinein das Wort sprechen könnten und dieses Wort die Zeit wäre, aber die Zeit als Wesenheiten -, von dem ganzen Vorgange ausgehend: die Geister der Zeit, die Archai. Dieses Hinaussenden der Archai, das gibt ein grandioses, mächtiges Bild. Und dieses Bild, vor unsere Seele hingestellt, ist außerordentlich impressionierend für gewisse Imaginationen, die uns dann immer weiter und weiter auf dem Gebiete des okkulten Erkennens bringen können.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/132/1911-10-31/p022.json
Cite: GA 132/1911-10-31/p022 · edition original