Dritter Vortrag
In unseren beiden letzten Betrachtungen hier haben wir versucht, den Hinweis darauf zu erbringen, wie hinter allem Materiell-Stofflichen unserer Welterscheinungen Geistiges zu suchen ist. Wir haben versucht, zunächst das Geistige, das sich hinter den Wärmeerscheinungen, dann hinter den Erscheinungen der strömenden Luft findet, zu charakterisieren. Wir mußten, da wir ja, um solche Charakteristiken geben zu können, in sehr frühe, urferne Vergangenheiten unserer Entwickelung zurückzugreifen hatten, wir mußten bei unserer Schilderung jener geistigen Verhältnisse, die dem Materiellen zugrunde liegen, in unser eigenes Seelenleben blicken. Denn es ist selbstverständlich notwendig, daß man irgendwoher die Vorstellungen nimmt, mit denen man etwas charakterisiert. Worte allein tun es nicht, sondern wir müssen ganz bestimmte Vorstellungen haben. Wir haben gesehen, daß die geistigen Verhältnisse, auf die wir uns dabei beziehen müssen, zum Teil so ferne liegend alledem sind, was der Mensch gegenwärtig erlebt, wovon der Mensch gegenwärtig wissen kann, daß wir selbst in unserem Seelenleben, in unserem eigenen Geistesleben an seltene Zustände, an gar nicht allgemeine Verhältnisse appellieren mußten. Wir haben gesehen, daß wir das tiefste Wesen aller Wärme- und Feuerverhältnisse ganz weit abseits von dem suchen mußten, was äußerlich physikalisch Feuer oder Wärme ist. Gewiß muß es dem Menschen der Gegenwart recht grotesk erscheinen, wenn als das Wesen aller Feuer- und Wärmeverhältnisse der Welt das Opfer erkannt worden ist, das Opfer ganz bestimmter Wesenheiten, die wir auf dem alten Saturnzustand der Erde in einem gewissen Entwickelungszustand angetroffen haben, der Throne, die ihr Opfer den Cherubim damals darbrachten. Und in Wahrheit, mußten wir sagen, besteht ein solches Opfer, wie es damals seinen Ausgangspunkt. genommen hat in der Weltentwickelung, in allem, was uns äußerlich, in Maja oder Illusion, in den Wärme- oder Feuerverhältnissen erscheint.
Cite:
GA 132/1911-11-14/p003 · edition original