Dritter Vortrag

GA 132/1911-11-14/p016 ·1911-11-14 · original (original)
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Was wird nun dadurch bewirkt, daß auf der Seite gewisser Cherubim ein solcher Verzicht auf das Opfer eintritt? - Es ist ein außerordentlich schwieriges Kapitel, dem wir uns da nähern, und Sie werden nur in langsamem Meditieren erfassen können, was in den Begriffen liegt, die jetzt auseinandergesetzt werden. Nur wenn man lange über die Begriffe, die gegeben werden, nachdenkt, wird man herausfinden, welche Realitäten diesen Begriffen zugrunde liegen. Die Resignation, von der wir gesprochen haben, müssen wir in Verbindung bringen mit etwas, dessen Entstehung wir auf dem alten Saturn kennengelernt haben: mit der Entstehung der Zeit. Wir haben gesehen, daß mit den Geistern der Zeit, den Archai, die Zeit eigentlich erst auf dem alten Saturn entsteht, und daß es keinen Sinn hat, vor dem alten Saturn von einer «Zeit» zu sprechen. Nun liegt zwar eine Wiederholung darin, aber wir können doch sagen: die Zeit dauert fort. «Dauern» ist schon ein Begriff, der die Zeit in sich enthält. Wenn also gesagt wird, «die Zeit dauert fort», so bedeutet das: Wenn wir in der Akasha-Chronik Saturn und Sonne betrachten, so finden wir auf dem Saturn die Entstehung der Zeit, und auf der Sonne, daß die Zeit auch vorhanden ist. Wenn nun alle Verhältnisse so fortgingen, wie wir sie in den beiden letzten Betrachtungen charakterisiert haben in bezug auf Saturn und Sonne, so würde die Zeit ein Element bilden für alles Geschehen in der Evolution. Wir könnten uns die Zeit von keinem Geschehen in der Evolution wegdenken. Wir haben ja gesehen, daß die Geister der Zeit entstanden sind auf dem alten Saturn, und daß die Zeit allem eingepflanzt ist. Und alles, was wir in Bildern, in Imaginationen bisher über die Evolution gedacht haben, müssen wir uns mit der Zeit in Verbindung denken. Wäre also nur geschehen, was wir angeführt haben: Opferung und schenkende Tugend, so wäre alles der Zeit unterworfen gewesen. Nichts wäre nicht der Zeit unterworfen gewesen. Das heißt, es würde alles dem Entstehen und Vergehen, was ja der Zeit angehört, unterworfen sein.

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Cite: GA 132/1911-11-14/p016 · edition original