Sechster Vortrag
Nehmen wir jetzt einmal die Benennungen, die wir gestern angewendet haben, auf und verwenden wir sie so, wie wir sie für die Beine und Füße verwendet haben, verwenden wir sie jetzt einmal entsprechend für die Arme und Hände. Dann können wir sagen, wenn wir den Kopf nach abwärts verfolgen: Es schließen sich an diesen Kopf Gliedmaßen an, die ja auch, wie Sie leicht durch ein ganz oberflächliches Denken einsehen können, geistig mit der ganzen Gedankenwelt des Kopfes in Verbindung stehen. Es schließen sich an die Arme und Hände. Sie werden es nicht absurd finden können, wenn wir dieselben Bezeichnungen, die wir gestern gefunden haben für die Beine und Füße, in diesem Augenblicke verwenden für die mit dem Kopf in Zusammenhang befindlichen Arme und Hände, und wenn wir sagen: Wir betrachten als Fortsetzung des Kopfes, viertens, das, was sich symmetrisch ausbreitet zunächst als die Oberarme, und wir bezeichnen sie so, wie wir bezeichnet haben den oberen Teil der Beine, als «Schütze»: ♐︎. Wir berücksichtigen zwar, daß ein gewisser Unterschied vorliegt in bezug auf den Ellenbogen und das Knie, da das Organ der Kniescheibe am Ellenbogen nicht ausgebildet ist, aber wir werden doch die Ähnlichkeit bald herausfinden. So bezeichnen wir also das, was wir als Ellenbogen haben, mit dem Zeichen und mit dem Worte, mit welchen wir bezeichnet haben die Knie, nämlich mit «Steinbock» und dem Zeichen ♑︎. Wir bezeichnen die Unterarme mit demselben Zeichen, mit dem wir die Unterschenkel bezeichnet haben, nämlich dem des «Wassermanns»: ♒︎, und die Hände mit demselben Zeichen, mit dem wir die Füße bezeichnet haben, mit dem Zeichen der «Fische»: ♓︎. Wir haben jetzt, indem wir diese Glieder der menschlichen Natur für sich stellten, den Kopf mit seinen Armen, zusammen einen siebengliedrigen Menschen. Und das ist wichtig. Wenn Sie sich denken, daß dieser volle, siebengliedrige Mensch von der übrigen menschlichen Natur, insofern sie in der menschlichen Gestalt enthalten ist, nun ernährt wird, also nur heraufgeleitet erhält die Nahrung, so wird es Ihnen auch kein so furchtbar grotesker Gedanke mehr sein, daß — nehmen Sie das zunächst wie eine Idee, wie einen Gedanken - von außerhalb dieses eben charakterisierten siebengliedrigen Menschen die Nahrung zugeleitet wird in der Weise, wie zum Beispiel für die Pflanze die Nahrung außerhalb zubereitet ist und sie sie nur verarbeitet. Es könnte ganz gut gedacht werden, daß die Nahrung draußen in der Welt bereitet würde, daß dieser siebengliedrige Mensch sie nicht erst, soweit er sie braucht zur Unterhaltung des Gehirns und so weiter, von der anderen menschlichen Natur bekäme, sondern direkt aus der Welt. Dann würde dieser Mensch unmittelbar an die Außenwelt angeschlossen sein.
Cite:
GA 137/1912-06-08/p011 · edition original