Sechster Vortrag

GA 137/1912-06-08/p036 ·1912-06-08 · original (original)
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Sodann kommen wir zu dem, was man gewöhnlich die «Waage» nennt, die Gleichgewichtslage des Menschen. Man braucht sich die äußere Form der Waagegegend nur anzuschauen, so weiß man, daß es sich dabei um etwas handelt, was zur mittleren Natur des Menschen gehört. Aber bedenken Sie, daß der Mensch dadurch, daß er ein aufrechtes Wesen geworden ist, gerade diese Gleichgewichtslage haben mußte, daß gerade diese Gleichgewichtslage so ausgebildet werden mußte, daß der Mensch ein aufrechtes Wesen werden konnte. Sie brauchen nur bei einem vierfüßigen Tier die besondere Waagegegend zu vergleichen mit der des Menschen, und Sie werden erkennen, daß die Waage eine andere sein muß, wenn der Oberkörper nach oben gerichtet ist, als wenn er waagerecht auf den Füßen und Beinen liegt. Wir müssen daher zweitens die besondere Gleichgewichtslage hinzurechnen, dasjenige also, was wir als «Waage»: ♎︎, bezeichnen.

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Cite: GA 137/1912-06-08/p036 · edition original