{"corpus":"steiner","locus":"GA 137/1912-06-08/p045","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diese beiden Gedanken muß der okkulte Aspirant haben, sobald er den ersten Schritt in ein höheres Bewußtsein macht. Wie das Be wußtsein aufgeteilt wird in drei Glieder, so kann man auch, wenn man sachgemäß vorgeht, das, was als äußere Gestalt erscheint, als drei siebengliedrige Menschen erkennen. Das sind zwei Seiten eines mehrgliedrigen Mysterium magnum. Die anderen Seiten werden wir noch besprechen. Jetzt haben wir die elementarsten, die allerersten Anfänge des Mysterium magnum, des großen Mysteriums angedeutet. Daher werden Sie, als okkultistische Aspiranten, auf einer gewissen Stufe der Entwickelung überall dem Ausdruck, der Formel in irgendeiner Weise begegnen: Das große Geheimnis ist: drei sind eins, und eins sind drei. Für den Okkultisten bedeutet diese Formel das, was ich jetzt charakterisiert habe, und sie hat in dieser Bedeutung ihren vollen guten Sinn. Nur wenn äußeres Mißverständnis sie zu einem materialistischen Dogma macht, verändert sie ihren Sinn. Wenn wir sie aber so verstehen, wie es oben ausgeführt ist, wird sie uns eine symbolische Zusammenfassung dessen sein, was wir heute ausgeführt haben. Dann ist diese Formel der Ausdruck des Mysterium magnum. Wenn man eindringen will in den Okkultismus, so wie das hier in vieler Beziehung versucht worden ist, dann muß man verstehen die geheimnisvolle, scheinbar recht widerspruchsvolle Formel: Drei sind eins, und eins sind drei. Es wurde in der Tat gerade dem mittelalterlichen okkultistischen Aspiranten immer wieder und wieder gesagt: Beachte zuerst, was gesagt wird, damit du verstehen kannst das Geheimnis, wie die Drei gleich eins und die Eins gleich drei sein kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Sechster Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-06-08","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/137/1912-06-08/p045","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/137/1912-06-08/p045"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/137/1912-06-08/p045","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}