{"corpus":"steiner","locus":"GA 137/1912-06-09/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das war der große Moment im Leben der okkultistischen Aspiranten, namentlich in den alten Mysterien — inwieweit sich das änderte für das neue Mysterienwesen, werden wir noch erfahren -, daß er wahrnahm sein eigenes Inneres, insofern dieses Innere in der menschlichen Form zum Ausdruck kommt, beim oberen Menschen als Himmel mit leuchtenden Sternen; daß er so in die weite Welt hinaussah, obwohl er keinen Sinn offen hatte, und dennoch das Bild des Sternenhimmels da war. Und der allergrößte Moment war dieser, wenn der okkultistische Aspirant beobachtete, nicht was sozusagen an der oberen Oberfläche seines Kopfes ist, sondern wenn er von dem oberen Menschen, von dem Kopfmenschen aus nach dem mittleren Menschen hinunterschaute; wenn er zugleich wahrnahm, ohne irgendeinen seiner Sinne zu öffnen, dasjenige, was die untere Fläche des Gehirnes ist, und diese von dem mittleren Menschen durchstrahlt sah. Da nahm der Mensch in voller Dunkelheit, weil seine Sinne geschlossen waren, denn er war in bezug auf das Äußere wie ein schlafender Mensch, gleichsam innerlich nach unten schauend, die Sonne in der Nacht, inmitten der dunklen Fläche des Himmels wahr. Das ist das, was man in den antiken Mysterien nannte: Die Sonne um Mitternacht schauen -, das heißt, das flutende Sonnenlicht innerhalb der im Verhältnis zur Sonne in ihrer Wirkung viel kleiner sich ausnehmenden Sterne. Das waren bedeutungsvolle Marksteine im Leben des okkultistischen Aspiranten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Siebenter Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-06-09","location":null,"word_count":223,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/137/1912-06-09/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/137/1912-06-09/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/137/1912-06-09/p030"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}