Achter Vortrag

GA 137/1912-06-10/p009 ·1912-06-10 · original (original)
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In den meisten Fällen zum Beispiel ist dasjenige, was übrigbleibt nach einem Farben- oder Lichteindruck, eben nicht eine Licht- oder Farbentäuschung. Wenn es Licht oder Farbe ist, dann ist es Täuschung; aber es ist ein Ton, von dem man genau weiß, er ist nicht mit dem Ohre oder vermittels des Ohres hervorgerufen worden. Es kann auch ein anderer Eindruck sein, aber es ist immer ein von der äußeren Impression verschiedener Eindruck. Die äußere Impression zu überbrükken, zu überwinden, muß der Okkultist sich überhaupt angewöhnen, denn der Okkultismus ist zum Beispiel auch da für die Blinden, die niemals im Leben einen äußeren Gegenstand gesehen, niemals irgendeinen äußeren Lichteindruck durch ihr sinnliches Auge gehabt haben. Die meisten gespenstischen Gestalten, die die Leute sehen, sind dagegen nur Erinnerungsbilder an sinnliche Eindrücke, die phantastisch verändert wurden. Das okkultistische Erleben hängt nicht davon ab, ob man ein Sinnesorgan gebrauchen kann oder nicht, denn es tritt unabhängig von den Sinnesorganen auf.

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Cite: GA 137/1912-06-10/p009 · edition original