Achter Vortrag
Den Tod zu erleben, ist ungefähr so, daß man weiß: Die menschliche Gestalt, die man eben ins Auge gefaßt hat und von der man ausgegangen ist, hat keinen Bestand außerhalb des Erdendaseins. Die ist gebunden an das Erdendasein. Wer hinauskommen will über das Erdendasein, wer überhaupt rechnen will mit einem übersinnlichen Leben, der muß sich darüber klar sein, daß diese menschliche Gestalt nur auf der Erde als solcher erlebt werden kann, daß sie zerbrechen muß mit dem Tod, zerbrechen muß in dem Augenblicke, wo der Mensch über das Erdendasein hinauskommt. Im Ätherleibe kann sich die menschliche Gestalt nicht anders zeigen denn als todbegabt.
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GA 137/1912-06-10/p012 · edition original