{"corpus":"steiner","locus":"GA 137/1912-06-10/p014","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das ist wiederum der nächste Eindruck. Es ist damit nicht gesagt, daß absolut im Erdenleibe die höhere Welt nicht erlebt werden könne. Aber zunächst ist gar nichts anderes möglich für den okkultistischen Aspiranten als das, was eben jetzt beschrieben worden ist. Das wäre das, was man bezeichnet mit den Worten: Man erfährt den Luzifer. Luzifer ist eigentlich zunächst da, um einen auf etwas aufmerksam zu machen, was außerordentlich verführerisch ist. Wenn man in Worte kleiden soll, was man erfährt dadurch, daß man die Bekanntschaft macht mit Luzifer, so kann das in der folgenden Weise geschehen. Luzifer macht einen auf die Zerbrechlichkeit der menschlichen Gestalt aufmerksam, indem er gleichsam sagt: Sieh dir nur einmal diese menschliche Gestalt an, zerbrochen ist sie; eine zerbrechliche Gestalt haben dir die Götter gegeben, die meine Feinde sind. — Das ist es ungefähr, was Luzifer einem mitteilt, und damit macht er einen darauf aufmerksam, daß die höheren Götter in die Notwendigkeit versetzt waren, den Menschen in dieser Gestalt zerbrechlich zu machen; daß sie gar nicht anders konnten, durch Verhältnisse, die wir noch besprechen werden, als die menschliche Gestalt zerbrechlich zu machen. Und dann zeigt Luzifer auch das, was er aus dem Menschen hat machen wollen, was geworden wäre aus dem Menschen, wenn er allein, unbeeinflußt durch seine Gegner, mit dem Menschen hätte hantieren können.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-06-10","location":null,"word_count":218,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/137/1912-06-10/p014","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/137/1912-06-10/p014"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/137/1912-06-10/p014","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}