Achter Vortrag

GA 137/1912-06-10/p026 ·1912-06-10 · original (original)
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Wenn ich Ihnen die Antwort geben soll auf die Frage, womit dieses zusammenhängt, dann muß ich Sie auf Dinge aufmerksam machen, die Sie, auch wenn Sie sie nicht aus dem Okkultismus wissen, durch eine vernünftige Betrachtung über die Evangelien gewinnen können. Zwei Dinge gibt es, um mit den Gründen bekanntzuwerden, warum der Christus-Impuls eine solche Hilfe ist: Erstens einen wahrhaft auf der Höhe unserer Zeit stehenden Okkultismus, und zweitens ein wirklich vernünftiges Eindringen in die Evangelien. Diese Evangelien haben etwas höchst Eigentümliches, wenn wir sie als religiöse Urkunden vergleichen mit anderen religiösen Urkunden. Sie haben etwas auf das allerdings nicht immer hingewiesen wird. Ich bitte Sie nur, mit alle dem, was Ihnen die äußere Religionsgeschichte bieten kann, mit alledem, was Ihnen bieten kann selbst noch in der nachchristlichen Zeit der Inhalt der nachchristlichen Religionsstiftungen, einmal zu vergleichen, was in den christlichen Urkunden, den Evangelien steht. Wenn Sie hinblicken auf die Geschichte irgendeines Religionsstifters und sich bemühen, denselben zu verstehen, so können Sie dies nicht anders als dadurch, daß Sie kennenlernen, verstehen lernen die übersinnlichen Eingebungen, Inspirationen oder Intuitionen, die dieser Religionsstifter gehabt hat. Fragen Sie bei den vorchristlichen Religionsstiftern, woher ihre Weisheit stammt, so werden Sie zum Beispiel bei dem Buddha darauf hingewiesen, daß er jene hohe Erleuchtung, durch die er hat verkündigen können, was er die heilige Lehre nennt, unter dem Bodhibaume gewonnen hat. Auf eine übersinnliche Erleuchtung werden Sie also hingewiesen, wenn Sie den Grund der Lehre des Buddha haben wollen. Selbst für die nachchristliche Zeit gilt das vielfach. Nehmen Sie Mohammed, so werden Sie zu den Gesichten, zu dem, was Mohammed aus den übersinnlichen Welten heraus geoffenbart wurde, gehen müssen, um erklären zu können, warum er dieses oder jenes so oder so gesagt hat. So ist es bei allen Religionsstiftern, ja nicht einmal bloß bei allen Religionsstiftern, sondern auch bei allen bedeutenden Offenbarern. Es wird hingewiesen auf ihre göttliche Inspiration, hingewiesen auf das Übersinnliche, das in sie hineingeleuchtet hat.

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Cite: GA 137/1912-06-10/p026 · edition original