Fünfter Vortrag
Es ist also, was da als Folge der Übungen zu den ersten Schritten der Initiation eintreten kann, ein Aufhellen, ein Durchhellen des Schlafbewußtseins, das sonst bewußtlos ist, mit Bewußtheit. Da gelangt man dann auch in die Welten der höheren Hierarchien hinein, fühlt sich ihnen angehörend. Aber es muß jetzt dieses Drinnenleben in der Welt, wo alles Wesenheit ist, gegenüber der gewöhnlichen Welt des Sinnenseins etwa in folgender Weise charakterisiert werden. In der Sinneswelt steht zum Beispiel ein Blumentopf vor dem Beobachter, der Beobachter steht davor, der Blumentopf ist draußen, außer ihm, er beobachtet ihn, indem er sich hinstellt und ihn ansieht. Mit einer solchen Beobachtung können wir das Erleben in der eben gemeinten höheren Welt gar nicht vergleichen. Sie würden sich eine ganz falsche Vorstellung machen, wenn Sie glaubten, daß man da drinnen herumgeht und die Wesenheiten auch so von außen ansieht, indem man sich vor sie hinstellt und sie beobachtet, wie man in der Sinneswelt etwa einen Blumenstrauß beobachtet. So ist es nicht. Sondern wenn man etwas vergleichen will im Sinnensein mit der Art, wie man zu der Welt der Hierarchien steht, so könnte es nur das Folgende sein. Es ist ja ein Vergleich, den ich brauche, aber man kann es sich dadurch klarmachen.
Cite:
GA 138/1912-08-29/p007 · edition original