Fünfter Vortrag

GA 138/1912-08-29/p017 ·1912-08-29 · original (original)
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Dieses Gefühl, das ich Ihnen geschildert habe, das Sie bitte betrachten wollen als ein Erlebnis, das man in sich selber und an sich selber hat - und es ist wichtig, daß man dieses Erleben in sich selber und an sich selber hat, denn das gehört zu den ersten Schritten auf dem Wege der Initiation -, kann in zweifacher Weise auftreten. Einmal kann dieses Gefühl so auftreten, daß man das, was man erlebt, so ausdrücken müßte: Ich habe eine Sehnsucht nach der Vergänglichkeit, nach dem Sein, zusammengedrängt in der Zeit, ich möchte nicht ausgegossen sein in die Ewigkeit. Dieses Gefühl, bitte das wohl zu beachten, hat man in der geistigen Welt, also nicht etwa im Sinnensein, sondern es braucht, wenn man wieder zurückkommt in die Sinneswelt, gar nicht dazusein, es ist nur da in der geistigen Welt. So kann man sagen, man habe in der geistigen Welt das Gefühl: du möchtest so recht hinein dich erleben in die Zeitlichkeit, möchtest so recht konzentriert sein in Selbständigkeit an einem Punkt des Weltenseins, und möchtest das so vollenden, daß du sagen kannst: Ach, was ist an aller Ewigkeit gelegen, die sich sonst im Universum ausdehnt, ich will mir dieses eine Selbständige sichern, da drinnen will ich sein!

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Cite: GA 138/1912-08-29/p017 · edition original