Fünfter Vortrag

GA 138/1912-08-29/p019 ·1912-08-29 · original (original)
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Jetzt sind wir bei dem Begriff, wo man sagen kann: Wie kann man davon sprechen, man stünde einem luziferischen Wesen gegenüber? Wenn ein solcher Einfluß in den Welten der höheren Hierarchien auftritt: Hingezogensein von der Ewigkeit zu einem selbständigen Konzentriertsein in der Welt, so erlebt man das luziferische Wirken. Und wenn man es erlebt hat, dann weiß man, wie die Kräfte, die luziferisch sind, beschrieben werden können. Dann werden sie so beschrieben, wie ich es charakterisiert habe, und dann erhält man erst die Möglichkeit, real zu sprechen über einen Gegensatz, der seinen Nachklang auch hineinschickt in unsere Sinneswelt. Es ist der Gegensatz, der sich einfach dadurch ergibt, daß man jetzt weiß, im Sinnensein ist es ganz natürlich, daß man in die Zeitlichkeit hineinversetzt ist. Für die geistige Welt, die, bildlich gesprochen, oberhalb der astralen Welt liegt, ist es ganz natürlich, daß man dort nichts mehr von Zeitlichkeit, sondern nur noch Ewigkeit verspürt. Und der Nachklang der devachanischen Erfahrung, der als Sehnsucht im Zeitlichen auftritt, ist die Sehnsucht nach der Ewigkeit. Das Zusammenspielen der wirklich erlebten Zeit - der wirklich erlebten Zeit im Augenblick - mit der Sehnsucht nach der Ewigkeit kommt davon her, weil unsere Sinneswelt die devachanische Welt durchdringt, die Welt des Geisterlandes. Und wie hinter unserer Sinneswelt das Geisterland selber für das gewöhnliche sinnliche Wahrnehmen verborgen ist, so ist hinter dem Augenblicke das Ewige verborgen. Und wie man nirgends sagen kann, da hört die Sinneswelt auf, und da beginnt die geistige Welt, sondern wie überall die geistige Welt das Sinnensein durchdringt, so durchdringt jeden Augenblick ihrer Qualität nach die Ewigkeit. Man erlebt nicht die Ewigkeit, wenn man hinauskommt aus der Zeit, sondern wenn man im Augenblick selber die Ewigkeit hellseherisch erleben kann. Sie ist im Augenblick selber garantiert, denn sie steckt in jedem Augenblick drinnen.

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