Fünfter Vortrag
Fassen wir das schon Gesagte zusammen. Wenn der Mensch die ersten Schritte zur Initiation durchmacht, kann er sich hellseherisch zur Welt des niederen Geisterlandes erheben; er erlebt die Vorstellungen des Seelischen, des Moralischen, des Intellektuellen, sieht hinunter auf das, was in den Seelen vorgeht, auch wenn sie sich nicht zusammenfassen würden als Ich-Wesen. Das Zusammenfassen der Wesen als Ich-Wesen erlebt man im höheren Geisterlande und damit auch alle Blüten des Geisteslebens in den Initiierten - mit einer einzigen Ausnahme, die richtig und gut ist, wenn sie als Ausnahme eintreten kann und dadurch die allgemeine Regel durchbrochen wird: Vom niederen Geisterlande aus sieht man die ganze Wesenheit des Christus Jesus! So daß man zurückblickend, rein menschlich sehend und die Erinnerungsvorstellungen festhaltend, die Erinnerung hat an den Christus Jesus, an alle Ereignisse, die mit ihm vorgegangen sind, wenn die andere Bedingung erfüllt ist, von der ich im zweiten Vortrage gesprochen habe. Die Wahrheit über alle anderen Initiierten erlebt man erst in dem höheren Geisterlande.
Cite:
GA 138/1912-08-29/p023 · edition original