Sechster Vortrag

GA 138/1912-08-30/p009 ·1912-08-30 · original (original)
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Nun sitzt es in jeder Menschenseele wie ein Nachklang aus der geistigen Welt, daß dieses Streben, das Unoffenbare offenbar zu machen, das Ewige im Augenblick zu fixieren, auch wirklich geschehe. Daher ist es, wenn der Mensch entweder durch die Initiation oder durch den Tod die übersinnlichen Welten beschreitet, daß in ihm Luzifer als Lichtesträger wirklich wirkt, und die Gefahren, denen der Mensch in den höheren Welten gegenüber Luzifer ausgesetzt ist, sind nur dann eigentlich vorhanden, wenn der Mensch das, was seine Stellung innerhalb des Sinnenseins zu Luzifer ausmachen soll, in einem zu hohen Maße in die höheren Welten hinein mitbringt. Luzifer ist nur gefährlich beim Wandeln in den höheren Welten, wenn man zu sehr die Natur und Wesenhaftigkeit des Sinnesmenschen in diese höheren Welten hinein mitbringt. Aber wie steht es innerhalb des Sinnenseins selbst, da ja die übersinnlichen Welten immer ins Sinnensein hereinspielen, mit Luzifer? Denn zunächst haben wir es im historischen Gange der Menschheit im Sinnensein und seiner Evolution mit dem Hereinspielen der höheren Welten zu tun, die wirksame Impulse abgeben, damit das eine hinter dem andern im Sinnensein geschehe, wie es in der Geschichte der Menschheit durch das Erdensein hindurch sich abspielt.

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