{"corpus":"steiner","locus":"GA 139/1912-09-17/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn das so ist, was dürfen wir dann erwarten? Es ist nichts natürlicher, wenn dies so ist, als daß wir erwarten können, daß in dem Täufer Johannes in einer gewissen Weise wieder das zutage tritt, was wir an Elias schon beobachtet haben, daß zutage tritt, wie in der grandiosen Gestalt des Täufers nicht bloß wirkt diese einzelne Persönlichkeit, sondern dasjenige, was mehr ist als diese einzelne Persönlichkeit, was wie eine Aura diese einzelne Persönlichkeit umschwebt, aber in seiner Wirksamkeit über diese einzelne Persönlichkeit hinausgeht, was wie eine Atmosphäre lebt unter denjenigen, innerhalb welcher auch der Täufer wirkt. Wie Elias gewirkt hat wie eine Atmosphäre, so können wir auch erwarten, daß Elias wieder wirkt wie eine Atmosphäre als der Täufer Johannes. Ja, wir können sogar noch etwas anderes erwarten: daß diese spirituelle Wesenheit des Elias, die jetzt an Johannes den Täufer gebunden ist, dann spirituell weiterwirkt, wenn der Täufer nicht mehr da ist, wenn er weg ist. Und was will sie denn, diese spirituelle Wesenheit? Nun, sie will den Weg bereiten für den Christus. Wir können also sagen: Der Fall ist möglich, daß der Täufer abgeht als physische Person, daß aber seine spirituelle Wesenheit bleibt wie eine geistige Atmosphäre auf dem Boden, in der Gegend, wo er gewirkt hat, und daß diese geistige Atmosphäre gerade vorbereitet den Boden, auf dem der Christus nun seine Tat ausführen kann. Das können wir erwarten. Und was wir so erwarten können, wird am besten dadurch ausgedrückt, wenn vielleicht gesagt würde: Johannes der Täufer ist weggegangen, aber was er als der Elias-Geist ist, das ist da, und in das hinein kann am besten der Christus Jesus wirken, da kann er am besten seine Worte hineingießen; in der Atmosphäre, die da geblieben ist, in der Elias-Atmosphäre, da kann er am besten seine Taten ausprägen. Das können wir erwarten. Und was wird uns im Markus-Evangelium gesagt?","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1912-09-17","location":null,"word_count":308,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/139/1912-09-17/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/139/1912-09-17/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/139/1912-09-17/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}